BAföG beantragen 2026: Höchstsatz, Voraussetzungen, Antrag
11. August 2026 · 7 Min. Lesezeit
Nur rund jeder achte Studierende bekommt BAföG, obwohl deutlich mehr anspruchsberechtigt wären. Der Grund ist meist die Annahme, das eigene Elterneinkommen sei zu hoch, ohne dass jemand die echte Berechnung durchgeführt hat.
Wie hoch ist der BAföG-Höchstsatz 2026?
- Bei den Eltern wohnend: bis zu 534 € im Monat
- Nicht bei den Eltern wohnend: bis zu 855 € im Monat
- Zuschlag für Kranken- und Pflegeversicherung: bis zu 137 € zusätzlich
- Höchstsatz insgesamt: 992 € im Monat
Der tatsächlich ausgezahlte Betrag hängt vom Einkommen der Eltern, eigenem Einkommen und Vermögen ab und liegt bei vielen Studierenden unter dem Höchstsatz.
In 4 Schritten zum Antrag
- 1. Zuständiges Amt finden. Das Amt für Ausbildungsförderung des Studierendenwerks am Studienort.
- 2. Formulare ausfüllen. Online über BAföG Digital oder mit den klassischen Formblättern 1 bis 3 und gegebenenfalls weiteren.
- 3. Unterlagen der Eltern einholen. Einkommensnachweise der Eltern (meist der Steuerbescheid) werden für die Berechnung benötigt.
- 4. Formlosen Antrag vorab stellen. Fehlen noch Unterlagen, sichert ein formloser Antrag die rückwirkende Zahlung ab dem Monat der Antragstellung.
Muss ich BAföG zurückzahlen?
Nur zur Hälfte. Die eine Hälfte ist ein Zuschuss, den du nicht zurückzahlst, die andere Hälfte ein zinsloses Staatsdarlehen. Die Rückzahlung ist auf maximal 10.010 € gedeckelt, unabhängig davon, wie viel BAföG du insgesamt erhalten hast. Bei geringem Einkommen nach dem Studium kannst du eine Freistellung von der Rückzahlung beantragen.
Lohnt sich ein Antrag trotzdem?
Fast immer ja. Die Berechnung berücksichtigt Freibeträge für die Eltern, weitere Kinder in Ausbildung im Haushalt und individuelle Abzüge, sodass auch Familien mit mittlerem Einkommen häufig einen Teilanspruch haben. Da die Bearbeitung mehrere Wochen dauert, lohnt sich ein früher Antrag, auch wenn du dir nicht sicher bist.
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