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Gehalt & Netto

Sozialabgaben 2026: Beitragssätze, Grenzen und Beispielrechnungen

14. Oktober 2026 · 9 Min. Lesezeit · Alle Beispiele nach dem amtlichen Verfahren 2026

Auf jeder Gehaltsabrechnung stehen vier Sozialabgaben: Rente, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Zusammen sind sie bei den meisten Beschäftigten der größte Posten zwischen Brutto und Netto, oft größer als die Lohnsteuer. Hier findest du alle Sätze und Grenzen für 2026 und eine Rechnung, wie hoch die Abgaben bei verschiedenen Gehältern tatsächlich ausfallen, für dich und für deinen Arbeitgeber.

Die Beitragssätze 2026 im Überblick

VersicherungGesamtArbeitnehmerArbeitgeberGrenze (Monat)
Rentenversicherung18,6 %9,3 %9,3 %8.450 €
Arbeitslosenversicherung2,6 %1,3 %1,3 %8.450 €
Krankenversicherung (allgemein)14,6 %7,3 %7,3 %5.812,50 €
Zusatzbeitrag (Durchschnitt 2026)3 %1,45 %1,45 %5.812,50 €
Pflegeversicherung3,6 %1,8 %1,8 %5.812,50 €

Der Zusatzbeitrag der Krankenkasse ist je nach Kasse unterschiedlich, 2,9 % ist der durchschnittliche Satz, den wir in unseren Rechnern verwenden. Kinderlose Arbeitnehmer ab 23 Jahren zahlen in der Pflegeversicherung einen Zuschlag von 0,6 %, mit mehreren Kindern sinkt der Arbeitnehmeranteil. In Sachsen gelten wegen des nicht gestrichenen Feiertags andere Anteile: 2,3 % für Arbeitnehmer und 1,3 % für Arbeitgeber.

Beitragsbemessungsgrenzen: Ab hier zahlst du nichts mehr dazu

Die Sozialabgaben werden nur auf den Teil des Gehalts berechnet, der unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Für 2026 gilt:

  • Kranken- und Pflegeversicherung: 69.750 Euro im Jahr, das sind 5.812,50 Euro im Monat.
  • Renten- und Arbeitslosenversicherung: 101.400 Euro im Jahr, das sind 8.450 Euro im Monat.
  • Versicherungspflichtgrenze: 77.400 Euro im Jahr. Wer darüber liegt, darf in die private Krankenversicherung wechseln.

Der höchste mögliche Beitrag eines Arbeitnehmers zur Krankenversicherung beträgt damit 508,59 Euro im Monat (bei 8,75 % Arbeitnehmeranteil), zur Rentenversicherung 785,85 Euro.

Wie hoch sind die Abgaben bei deinem Gehalt?

Die Tabelle zeigt für verschiedene Monatsgehälter, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen. Annahmen: Steuerklasse I, kinderlos, gesetzlich versichert, Zusatzbeitrag 2,9 %, nicht in Sachsen.

BruttoRVAVKVPVDu zahlstArbeitgeber
2.500 €232,5032,50218,7560,00543,75 € (21,8 %)528,75 € (21,2 %)
4.500 €418,5058,50393,75108,00978,75 € (21,8 %)951,75 € (21,2 %)
5.812,50 €540,5675,56508,59139,501.264,21 € (21,7 %)1.229,33 € (21,1 %)
7.000 €651,0091,00508,59139,501.390,09 € (19,9 %)1.355,21 € (19,4 %)
8.450 €785,85109,85508,59139,501.543,79 € (18,3 %)1.508,91 € (17,9 %)
10.000 €785,85109,85508,59139,501.543,79 € (15,4 %)1.508,91 € (15,1 %)

Was die Tabelle zeigt

  • Bis 5.812,50 Euro ist der Anteil konstant: Bei 2.500 Euro und 4.500 Euro zahlst du jeweils 21,8 % deines Bruttos, der Arbeitgeber etwa 21,2 % oben drauf.
  • Danach sinkt der Anteil: Ab 5.812,50 Euro entfallen Kranken- und Pflegeversicherung, ab 8.450 Euro auch Rente und Arbeitslosenversicherung. Bei 10.000 Euro zahlst du nur noch 15,4 %, in Euro aber mit 1.543,79 Euro den Höchstbetrag, der ab 8.450 Euro Monatsbrutto gleich bleibt.
  • Der Arbeitgeber trägt fast so viel wie du: Bei 4.500 Euro Brutto kostet dich die Sozialversicherung 978,75 Euro, deinen Arbeitgeber 951,75 Euro zusätzlich zum Gehalt. Der Unterschied ist der Pflegezuschlag für Kinderlose, den nur du zahlst.

Welche Auswirkung das auf eine Gehaltserhöhung hat, zeigt der Artikel zur Grenzbelastung 2026. Wie die Abgaben auf der Abrechnung erscheinen, erklärt unser Ratgeber zur Lohnabrechnung.

Sonderfälle: Minijob, Midijob, Werkstudent

  • Minijob (bis 603 Euro): Für dich fallen normalerweise keine Beiträge an, in der Rentenversicherung zahlst du einen Eigenanteil, wenn du dich nicht befreien lässt. Der Arbeitgeber zahlt Pauschalen. Mehr im Minijob-Rechner.
  • Midijob (603,01 bis 2.000 Euro): Deine Beiträge werden auf einer abgesenkten Grundlage berechnet, die Rentenansprüche bleiben aber voll. Mehr im Midijob-Rechner.
  • Werkstudenten: Bei höchstens 20 Wochenstunden in der Vorlesungszeit zahlst du nur die Rentenversicherung, siehe Werkstudent-Rechner.
  • Privat Versicherte und Beamte: Sie zahlen keine gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung, Beamte auch keine Renten- und Arbeitslosenversicherung. Privat versicherte Arbeitnehmer erhalten vom Arbeitgeber einen Zuschuss, Beamte stattdessen Beihilfe vom Dienstherrn.

So haben wir gerechnet

Alle Beträge in den Tabellen kommen aus der Berechnung, die auch unser Brutto-Netto-Rechner verwendet, mit den Beitragssätzen und Bemessungsgrenzen für 2026. Bei Krankenversicherung und Pflegeversicherung wurde das Brutto bis zur jeweiligen Grenze berücksichtigt und auf den Cent gerundet. Die tatsächlichen Beträge deiner Abrechnung können abweichen, etwa weil deine Krankenkasse einen anderen Zusatzbeitrag hat, du Kinder hast oder in Sachsen arbeitest. Die Methodik beschreiben wir auf der Seite Methodik.

Rechne es für dich: Im Brutto-Netto-Rechner siehst du die Abgaben aufgeschlüsselt nach Rente, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung, dazu Lohnsteuer und Netto.

Zum Brutto-Netto-Rechner →

Verfasst von Redaktion Steuerrechner.de · Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026

Die Redaktion von Steuerrechner.de recherchiert und aktualisiert alle Inhalte auf Basis der offiziellen Programmablaufpläne des Bundesfinanzministeriums und der aktuellen Beitragssätze der Sozialversicherung.

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Quellen & weiterführende Links

Alle Angaben in diesem Artikel beruhen auf den folgenden amtlichen Quellen und wurden beim Verfassen geprüft:

Stand: Oktober 2026 · Alle Werte ohne Gewähr. Für verbindliche Auskünfte wende dich an dein Finanzamt oder einen Steuerberater.

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